Geschichte der VNG-Gruppe

Die Wurzeln der VNG AG liegen seit mehr als 50 Jahren in Ostdeutschland. Hier wurde 1958 die „Technische Leitung Ferngas“ als Direktionsbereich des Stromversorgers VEB Verbundnetz West in Dessau gegründet. Am 29. Juni 1990 folgte im Zuge der deutsch-deutschen Wirtschafts- und Währungsunion die Gründung der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft (VNG AG) in Leipzig, als erstes vollständig privatisiertes Unternehmen Ostdeutschlands.

September 2015

Die VNG – Verbundnetz Gas AG hat als eines der ersten Unternehmen in der Energiebranche die Zertifizierung ihrer Informationssicherheit nach der neuen ISO/IEC 27001:2013 abgeschlossen. In einem Sonderaudit konnte die VNG der Zertifizierungsstelle TÜV NORD CERT GmbH die erfolgreichen Anpassungen an die neue Norm nachweisen.

Am 19. September 2015 fand erstmalig ein Fußballturnier um den ERDGAS Pokal der VNG AG statt. 20 Mannschaften – Kunden und Partner der VNG AG, sowie Unternehmen der Region – haben sich in einem fairen Wettkampf gemessen. Ergebnisse und Impressionen erhalten Sie unter www.vng-erdgaspokal.de

Juli 2015

Der Oldenburger Energieversorger EWE kauft die Anteile der GAZPROM Germania GmbH und hält damit insgesamt 74,21 % der Anteile an der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft.

Juni 2015

Mit der Gründung der VNG Innovation GmbH sollen die langjährigen Erfahrungen und die verfügbaren Ressourcen der VNG-Gruppe genutzt werden, um eine Plattform für innovative Ideen und Wertschöpfung zu schaffen. Im Fokus stehen dabei Kooperationspartner, die sich durch ihre Expertise im Bereich der Energiewirtschaft auszeichnen.

Seit dem 23. Juni 2015 setzt die VNG Norge ihre Explorationsaktivitäten im Boomerang-Prospekt fort. Mit dem „Transocean Arctic“ wurden mehrere Probebohrungen in der Produktionslizenz PL 586 unternommen. Bereits 2014 konnte mit Pil&Bue ein bedeutender Fund in PL 586 entdeckt werden.

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April 2015

Die Stadt Nordhausen hat ihre Anteile an der VNG AG (Gesamtvolumen: 0,49 %) an die Städte Leipzig und Wittenberg verkauft.  Die VNG Verbundnetz Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH ist Treuhänderin für neun Stadtwerke und kommunale Unternehmen und hält insgesamt 25,79 % der Anteile an der VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft.

VNG Norge Produktion
Februar 2015

VNG Norge wurde am 4. Februar 2015 in Oslo mit dem „Gullkronen-Award“ als „Explorer of the Year“ ausgezeichnet.

Unter www.vng.de steht Kunden und Handelspartnern ab sofort eine neue Homepage inklusive des zentral integrierten VNG-Businessportals, ein zentraler Online-Zugang für Informationen rund um Produkte und Dienstleistungen, zur Verfügung.

Die VNG AG schließt einen neuen Konsortialkredit in Höhe von 1,3 Milliarden Euro ab. Unterstützt von 14 Banken einigte man sich auf eine Laufzeit von 5 Jahren.

30. Januar 2015

Mit einer TÜV-Zertifizierung für das Integrierte Managementsystem der VNG Gasspeicher GmbH (VGS) durch die TÜV Süd Management Service GmbH (TÜV Süd) wird der VGS bescheinigt, dass sie eine hohe Qualität bei der Organisation der Arbeitsabläufe, der Funktionsfähigkeit des Integrierten Managementsystems und beim Verbesserungsprozess hat.

ONTRAS Dienstleistungen
1. Januar 2015

Mit der Gründung der INFRACON Infrastruktur Service GmbH & Co. KG (INFRACON) reagiert ONTRAS auf die wachsende Bedeutung und steigende Nachfrage des netznahen, nicht regulierten Dienstleistungsgeschäfts.

4. November 2014

Am 4. November 2014 wurde die Übertragung der Anteile der Wintershall Holding GmbH an die EWE AG im Aktienregister der VNG AG vollzogen, so dass die EWE AG nun 63,69% der Anteile hält.

30. Oktober 2014

Am 30. Oktober eröffnete eine neue Erdgastankstelle in der Torgauer Straße. Mit der neuen Tankstelle wächst die Zahl der Erdgas-Zapfsäulen in Leipzig auf sieben an. Die VNG-Erdgastankstellen GmbH betreibt insgesamt zehn Erdgastankstellen in Ostdeutschland.

Oktober 2014

VNG erinnert am 8. Oktober 2014 an den 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution in der Leipziger Firmenzentrale. Als besondere Gäste kamen unter anderem die beiden ehemaligen US-Außenminister James Baker und Henry Kissinger, Matthias Platzeck, Prof. Dr. Horst Teltschik, Burkhard Jung, Leslie Mandoki sowie Prof. Kurt Masur.

Im Zuge der Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution wurde das VNG-Mauerunikat als ein Symbol für den Kampf um Freiheit und Einheit aber auch für gute transatlantische Beziehungen dem amerikanischen Volk in Washington übergeben. Diese Initiative wird von der Deutschen Botschaft und dem Atlantic Council unterstützt.

mauerfaelle.de/BerlinWall

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Juni 2014

Dr. Heiko Sanders, Vorstand bei der EWE AG ist am 11. Juni 2014 vom Aufsichtsrat der VNG AG zu dessen Vorsitzenden gewählt worden.

Mit dem Erwerb von Anteilen in Höhe von 7,56 Prozent am produzierenden Feld Draugen am 19. Juni 2014 konnte die VNG Norge ihr Engagement auf dem norwegischen Kontinentalschelf ausbauen.

März 2014

Seit dem 12. März 2014 wird G.EN. Gaz Energia Sp. z o.o. vollständig durch HANDEN Sp. z o.o. beliefert. Somit beliefert sich die VNG-Gruppe in Polen zum ersten Mal seit Bestehen vollständig selbst.

VNG Norge Exploration
17. Januar 2014

Der VNG Norge wurden im Rahmen der staatlichen Lizenzrunde APA 2013 vom norwegischen Energieministerium sechs weitere Produktionslizenzen auf dem norwegischen Kontinentalschelf angeboten. Seit dem 17. Januar 2014 nimmt die VNG Norge ihre Betriebsführungsaufgabe bei einer Explorationsbohrung im Pil-Prospekt der südlichen Halten-Provinz wahr.

Dezember 2013

Die G.EN. Gaz Energia S.A. wurde zum Jahreswechsel von einer Aktiengesellschaft in eine GmbH umgewandelt und firmiert künftig unter G.EN. Gaz Energia Sp. z o.o.

Juli 2013

Mit dem Eintrag ins Handelsregister am 12. Juli 2013 heißt ONTRAS nunmehr offiziell ONTRAS Gastransport GmbH. Grund für die Umfirmierung war die Zertifizierung als unabhängiger Fernleitungsnetzbetreiber.

Mai 2013

Der norwegische Botschafter in Deutschland, Herr Sven Erik Svedman, überreichte am 23. Mai 2013 die Berufungsurkunde an Herrn Dr. Karsten Heuchert und übergibt das Königlich Norwegische Honorarkonsulat. Gleichzeitig verabschiedete er den bisherigen Norwegischen Honorargeneralkonsul Prof. Dr. Klaus-Ewald Holst, der nach 15 Jahren im Amt in den Ruhestand ging.

28. März 2013

Der Erwerb der goldgas-Gruppe durch VNG wurde kartellrechtlich genehmigt. Damit komplettiert VNG ihr Kerngeschäft entlang der Wertschöpfungskette.

Februar 2013

Ontras - VNG Gastransport GmbH hat den Beschluss der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur Zertifizierung gemäß § 4a EnWG am 7. Februar 2013 erhalten - damit wird ONTRAS die Zertifizierung als sogenannter „Unabhängiger Transportnetzbetreiber“ erteilt

Die Produktion aus dem Hyme-Feld, an dem VNG Norge mit 2,5 % beteiligt ist startete am 25. Februar.

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Januar 2013

Am 11. Januar 2013 schließt VNG erstmals einen Konsortialkreditvertrag mit einem aus zwölf Banken bestehenden Konsortium über ein Gesamtvolumen von 1,01 Mrd. € bei einer Vertragslaufzeit von 39 Monaten ab.

VGS Speicherportal
Juni 2012

Der Untergrundspeicher Etzel wurde am 1. Juni 2012 in Betrieb genommen. Ebenfalls am 1. Juni 2012 wurde mit dem Gaserstbefüllbetrieb begonnen, welcher für die erste Kavernentranche (ca. 50 Mio. m³ Arbeitsgasvolumen für VNG) bis Januar 2013 abgeschlossen sein soll.

ONTRAS Fernleitungsnetz
März 2012

Seit dem 1. März ist die ONTRAS – VNG Gastransport GmbH unabhängiger Transportnetzbetreiber gemäß den Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG). Die Ausgliederung des Geschäftsbereiches Transport wurde fristgerecht umgesetzt.

Fristgerecht konnte auch die Ausgliederung des Geschäftsbereiches Speicher umgesetzt werden. Das Eigentum an den Gasspeicheranlagen ist mit Wirkung zum 2. Januar auf die eigenständige Tochtergesellschaft VNG Gasspeicher GmbH übertragen worden.

16. September 2011

Am 16.09. erfolgte der erste Spatenstich für den neuen Erdgasuntergrundspeicher „Katharina“ in Peißen bei Bernburg. Die Erdgasspeicher Peissen GmbH mit Sitz in Halle (Saale) soll bis zum Jahr 2024 schrittweise insgesamt zwölf Kavernen in Betrieb nehmen.

21. Juni 2011

Im Rahmen der wissenschaftlich-technischen Zusammenarbeit zwischen VNG und OAO Gazprom wurde die Ejektoranlage des UGS Bernburg nach erfolgreichem Probebetrieb am 21. Juni 2011 offiziell in Betrieb genommen.

Mai 2011

Grundsteinlegung für den Erdgasspeicher Etzel (ESE). Der neue Kavernenspeicher hat ein projektiertes Arbeitsgasvolumen von rund zwei Milliarden Kubikmetern. Dabei beträgt der Anteil von VNG am Arbeitsgasvolumen 150 Millionen Kubikmeter. Geplant ist, dass der Speicher stufenweise von 2012 bis 2014 in Betrieb geht.

November 2010

Am 1. November 2010 wurden die VNG Energie Czech und Energie Bohemia miteinander verschmolzen. Alle Mitarbeiter der ursprünglichen Energie Bohemia wurden auf die bisherige Holding übertragen. Diese übernimmt nun die Verantwortung für den Erdgasgroßhandel.

Im November nahm die erste Berliner Erdgastankstelle der VNG-Erdgastankstellen GmbH in der Chausseestraße 61 ihren Probebetrieb auf. Mit der Beimischung von 20% klimaneutralem Bioerdgas kann an allen VNG-Tankstellen umweltschonend getankt werden.

17. Mai 2010

Die dänische Kapitalgesellschaft VNG Danmark ApS wurde als Tochter der VNG Norge gegründet. Sie ist für Exploration und Produktion auf dem dänischen Kontinentalschelf verantwortlich.

12. Dezember 2009

VNG erwarb im Rahmen der ZDF-Spendengala „Ein Herz für Kinder“ ein von Helmut Kohl, George Bush senior und Michail Gorbatschow signiertes Mauerstück. Dieses Unikat wird unter der VNG-Initiative „Verbundnetz für Demokratie und Toleranz“ und unter dem Motto „Mauerfälle“ auf eine Bildungsreise durch Deutschland und Europa gehen.

Juli 2009

Zum 1. Juli hat VNG ihr polnisches Gasgeschäft in einer neuen polnischen Tochtergesellschaft VNG Polska gebündelt.

19. Mai 2009

VNG und die OOO Gazprom Export gründeten das Gemeinschaftsunternehmen Erdgasspeicher Peissen GmbH. Nach einem Investitionszeitraum von 15 Jahren wird ein Arbeitsgasvolumen von fast 600 Mio. m³ zur Verfügung stehen. Standort ist eine Steinsalzlagerstätte in Peißen bei Bernburg. Der neue Untergrundspeicher wird den Namen UGS Katharina tragen.

April 2009

VNG wird Erdgasproduzent in Norwegen. VNG hat sämtliche Aktien der Endeavour Energy Norge AS (EEN) mit Sitz in Oslo erworben.

Dezember 2008

Ende des Jahres 2008 gründete VNG ihre 100-prozentige Tochtergesellschaft VNG Italia S.r.l. mit Sitz in Bologna (VNG Italia).

Oktober 2008

Zum Ausbau eines deutschlandweiten Vertriebsnetzes hat die VNG AG drei neue Verkaufsbüros in Düsseldorf, Stuttgart und München eröffnet.

VNG Norge Produktion
November 2007

Mit dem Erwerb der ersten vier Förderlizenzen kann VNG Norge nun ein Jahr nach ihrer Gründung mit der Exploration von Erdgas in einem abgegrenzten Planquadrat auf dem norwegischen Kontinentalschelf beginnen.

Mai 2007

In der konstituierenden Aufsichtsratssitzung der VNG am 15.Mai 2007 wurde Dr. Karsten Heuchert zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates gewählt. Er ist seit Juni 2001 im Vorstand der Kasseler Wintershall AG und Mitglied des Aufsichtsrates der VNG. Bereits in den Jahren 1994 bis 1996 war er Mitglied dieses Gremiums der VNG.

Oktober 2006

Im Rahmen des Petersburger Dialogs in Dresden unterzeichnen die TU Bergakademie Freiberg und das Staatliche Bergbauinstitut St. Petersburg im Beisein von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Vladimir Putin ein Memorandum zur Gründung eines ständigen deutsch-russischen Rohstoff-Forums.

August 2006

VNG gibt auf der ONS - Offshore Northern Seas, der größten Messe für Offshore-Technologie weltweit, die Gründung der VNG Norge AS bekannt.

ONTRAS Dienstleistungen
Januar 2006

Zum 1. Januar gründet VNG die ONTRAS VNG Gastransport GmbH, kurz: ONTRAS. Dies war auf Grund der Forderungen des Energiewirtschaftsgesetzes nach einer vollständigen gesellschaftsrechtlichen Trennung von Gashandel und –transport nötig geworden.

Oktober 2003

VNG schließt einen ersten Erdgasliefervertrag mit der italienischen HERA S.p.A., seither wurden die Aktivitäten in Italien kontinuierlich ausgebaut.

Februar 2003

Am 1. Februar 2003 erfolgt die Ruhrgas-Übernahme durch die E.ON- AG. Damit steigt die Düsseldorfer E.ON- AG zum weltweit größten privaten Energieversorger auf. Mit der Fusion beider Unternehmen werden, aufgrund der Auflagen des Bundeswirtschaftsministeriums, insgesamt 42,1 Prozent Beteiligungen an der VNG frei.

1. Oktober 2001

Am 1. Oktober 2001 wird der Transport von Gazexport-Mengen von Groß Köris über Steinitz zur niederländischen Grenze aufgenommen. Diese Transportkooperation mit der Ruhrgas AG hat eine Laufzeit bis mindestens 1. Oktober 2016.

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Oktober 2001

VNG gründet das Verbundnetz der Wärme. Die Initiative will dazu beitragen, gesellschaftliches Engagement in den neuen Bundesländern attraktiv und populär zu machen. Schirmherrin wird Regine Hildebrandt.

Dezember 1999

Nach zweieinhalbjähriger Vorbereitung in allen Bereichen der VNG zertifiziert der TÜV Süddeutschland das prozessorientierte Integrierte Qualitätsmanagement-System (IQM) mit den Bausteinen Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltmanagement. VNG übernimmt dabei eine Vorreiterrolle im Bereich der Energiewirtschaft.

29. Juni 1999

Mit dem Eintrag ins Handelsregister (HRB 15861) am 29.Juni 1999 nimmt die GDM, Gesellschaft für Dokumentationsmanagement und Systemdienstleistungen mbH, ihre Geschäftstätigkeit auf. Geschäftsführer sind Sigmar Schubert und Ulrich Halfmann. Die GDMcom ist eine 100prozentige Tochtergesellschaft der VNG.

1998

Neuer Honorarkonsul des Königreichs Norwegen für den Freistaat Sachsen ist Dr.-Ing. Klaus-Ewald Holst, VNG-Vorstandsvorsitzender. Anfang März erhält er seine von König Harald V. unterzeichnete Ernennungsurkunde.

Mai 1997

Am 9. Mai um 18.00 Uhr nimmt das neue Regelzentrum Gas – Herzstück des im März bezogenen neuen Stammsitzes – seinen Betrieb auf. Damit verfügt die VNG über eine der modernsten Dispatchingzentralen Europas.

März 1997

An nur einem Wochenende ziehen die 500 Mitarbeiter der VNG aus den Standorten in Leipzig und Böhlitz-Ehrenberg in den neuen Hauptsitz in der Braunstraße 7 im Gewerbegebiet Leipzig-Nordost.

Oktober 1996

Der Lieferbeginn für norwegisches Erdgas wird mit einem beeindruckenden Festakt in Leipzig im Beisein von Bundestagspräsidentin Prof. Dr. Rita Süssmuth gewürdigt.

Juni 1995

Die letzte Stadtgasflamme in Ostdeutschland erlischt in Leipzig. Damit ist die Umstellung von Stadtgas auf Erdgas in nur viereinhalb Jahren vollzogen. Über diesen Zeitraum investierte allein VNG rund 1,5 Mrd. DM in die Umstellung von rund 6100 Kilometern Hochdruckleitungen auf Erdgas, den Bau von rund 700 Kilometern Leitungen und die Erhöhung der Speicherkapazität ihrer Untergrundspeicher für Erdgas. 

Januar 1994

Die VNG unterzeichnet einen Vertrag über russische Erdgaslieferungen für 20 Jahre mit der Wintershall Erdgas Handelshaus GmbH (WIEH) Berlin. Die Diversifizierung der Gasbezüge ist damit langfristig vertraglich gesichert.

September 1992

Anschluss des VNG-Netzes an das westdeutsche Erdgas-Verbundsystem bei Vitzeroda an der thüringisch-hessischen Grenze. Die einseitige Abhängigkeit vom russischen Erdgas ist damit aufgehoben. Mit Beginn der Erdgaslieferungen der Ruhrgas AG strömt erstmals Erdgas aus Westeuropa nach Ostdeutschland.

Juni 1992

Als erste Stadtgasspeicher werden die beiden Untergrundgasspeicher Ketzin und Kirchheiligen auf Erdgas umgestellt.

September 1991

Die restlichen 55 Prozent der bei der Treuhandanstalt verbliebenen VNG-Aktien werden verkauft: Zu Ruhrgas (35%) und BEB (10%) kommen die Aktionäre Wintershall Erdgas GmbH Kassel (15%+1 Aktie), die VNG Verbundnetz Gas Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH Köln (15%-1 Aktie, 14 ostdeutsche Städte: Berlin, Brandenburg, Chemnitz, Cottbus, Dresden, Erfurt, Görlitz, Halle, Jena, Leipzig, Nordhausen, Potsdam, Rostock und Schwerin) ELF Netzgas GmbH Düsseldorf (5%), British Gas Deutschland GmbH (5%), Den norske stats oljeselskap a.s. (STATOIL) Stavanger (5%), Erdöl-Erdgas Gommern Transport GmbH (5%) und Zarubezhgaz-Erdgashandel-Gesellschaft mbH Berlin (5%).

Herbst 1990

In einem ersten Schritt verkauft die Treuhandgesellschaft am 16. August 1990 45 % der Aktien an die Ruhrgas AG Essen (35 Prozent) und die BEB Brigitta Erdgas und Erdöl GmbH Hannover (10 Prozent). Das gezeichnete Kapital beträgt 540 Millionen DM. Alle Aktien sind Namensaktien.

29. Juni 1990

Zwei Tage vor Inkrafttreten der Wirtschafts- und Währungsunion zwischen den damals noch zwei deutschen Staaten erfolgt die Umwandlung des VEB Verbundnetz Gas in die Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft. Alle Aktien werden anfangs von der Treuhandgesellschaft in Berlin gehalten. Den ersten – noch als vorläufig bestellten - Vorstand bilden Dr.-Ing. Klaus-Ewald Holst, Lutz Hänsel, Dr.-Ing. Werner Hauenherm, Otto Hülsenbeck und Sigmar Schubert.

April 1990

Am 1. April 1990 ist die Herauslösung des VEB Verbundnetz Gas aus dem Gaskombinat "Schwarze Pumpe" abgeschlossen und damit die Selbständigkeit des VEB Verbundnetz Gas gegeben. Abschluss eines Erdgasbezugsvertrags mit der Ruhrgas AG Essen, über den Bezug von zwei Milliarden Kubikmetern Erdgas.

1986

Abschluss des „Jamburg-Abkommens“* am 20. Januar 1986.

Für die deutsche Seite umfasste das Jamburg-Abkommen zwischen 1986 und 1998 folgende Leistungen im Gesamtwert von ca. 1,2 Milliarden transferablen Rubeln: Verlegen von Erdgasleitungen und Errichten von Verdichterstationen, Liefern von Rohrleitungen und Ausrüstungen sowie Bereitstellen finanzieller Mittel, z. T. in frei konvertierbarer Währung.

Als Gegenleistung lieferte die russische Seite zwischen 1989 und 1998 insgesamt ca. 24 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Ostdeutschland."Urengoi-Abkommen" - im Rahmen dieses Erdgaslieferabkommens zwischen den Regierungen der UdSSR und der DDR verpflichtet sich die UdSSR zu langfristig zuverlässigen Erdgaslieferungen von 0,7 Mrd. m³ pro Jahr. Im Gegenzug verpflichtet sich die deutsche Gegenseite auf dem Gebiet der UdSSR Erdgasleitungen zu verlegen, Verdichterstationen zu errichten und Ausrüstungen bereitzustellen

Nach der Wende wurde das Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Russischen Föderation weitergeführt. Die VNG übernahm die im Rahmen dieses Abkommens gelieferten Erdgasmengen an der ukrainisch/slowakischen Grenze.

1982

"Urengoi-Abkommen" - im Rahmen dieses Erdgaslieferabkommens zwischen den Regierungen der UdSSR und der DDR verpflichtet sich die UdSSR zu langfristig zuverlässigen Erdgaslieferungen von 0,7 Mrd. m³ pro Jahr. Im Gegenzug verpflichtet sich die deutsche Gegenseite auf dem Gebiet der UdSSR Erdgasleitungen zu verlegen, Verdichterstationen zu errichten und Ausrüstungen bereitzustellen.

1974

Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit werden die drei Untergrundgasspeicher - Bernburg (1974), Buchholz (1976) und Bad Lauchstädt (1976) - mit einer Gesamtkapazität von 1490 Mio. Kubikmeter in das Import-Erdgas-System integriert.

Anfang der 80er-Jahre: Der Wunsch nach Gas zum Heizen nimmt in der Bevölkerung der DDR in den 80er Jahren immer mehr zu. Doch bis Ende 1989 erhalten nur zwei Prozent der Haushalte Gas zum Heizen, weitere drei Prozent heizen mit aus Gas erzeugter Fernwärme. Der überwiegende Teil des kostbaren Importerdgases wird in der Industrie und zur Stadtgasproduktion eingesetzt.

1973

Die DDR erhält erstmals russisches Erdgas. Die importierten Mengen entwickeln sich von 2,7 Mrd. Kubikmeter pro Jahr (1974) auf 6,5 Mrd. Kubikmeter pro Jahr (1989). Die Übernahme des Erdgases durch den VEB Verbundnetz Gas erfolgt bei Uzgorod/ Velke Kapusany an der ukrainisch-slowakischen Grenze. Das Erdgas wurde auf der Grundlage langfristiger Transitverträge durch die ehemalige CSSR nach Sayda transportiert, dort nachverdichtet und in das Import-Erdgas-(IEG)-System eingespeist.

1970

Das Gaskombinat "Schwarze Pumpe" wird gebildet, ihm wird der VEB Verbundnetz Gas zugeordnet.

Januar 1969

Die Direktion Gas des VEB Verbundnetz Berlin wird eigenständig als VEB Verbundnetz Gas.

Mai 1968

Regierungsabkommen zwischen der UdSSR und der DDR wird verabschiedet, in dem auch der Import russischen Erdgases vereinbart wird.

Juli 1963

Zusammenführen der VEB Verbundnetz Ost, Verbundnetz West und Verbundnetz Mitte zum VEB Verbundnetz Berlin. Die "Technische Leitung Ferngas" wird Direktion Gas dieses Betriebes.

Juli 1958

Der West Dessau bildet in Leipzig die "Technische Leitung Ferngas".

Februar 1958

Bildung der Vereinigung volkseigener Betriebe (VVB) Verbundwirtschaft, der die VEB Verbundnetz Ost, Verbundnetz West und Verbundnetz Mitte unterstellt waren. Die Ferngasleitungen wurden dem Verbundnetz West zugeordnet.